... denn Mediendesigner haben was gesehen, das Du vielleicht nicht siehst.
Zweites Forum Mediendesign in Köln
begeisterte mit kommunikativem Esprit
Die Kölner Innenstadt war an jenem Samstag mit geheimnisvollen Aufklebern gepflastert, die zum Museum Ludwig verwiesen. Mehrdeutige Sprüche kommentierten die jeweilige Alltagsumgebung und brachten sie in Bezug zum Berufsbild der Mediendesigner.
Wer die Botschaften verstand und sich auf den Weg machte, traf am 8. November 2008 auf mehr als 500 weitere Besucher des Forums Mediendesign im Filmclub des Museum Ludwig: Gäste aus Medien- und Designagenturen, Studierende, kreative Köpfe und auch Oberstufenschüler, die sich für den Bachelor-Studiengang Mediendesign interessieren.
Hochkarätige Gestalter und Profis aus verschiedenen Disziplinen der Medienbranche gaben Einblick in ihre Praxis, berichteten über Trends, bewerteten Berufschancen und formulierten Anforderungen für künftige Mediendesigner. Die Studierenden des Fachbereichs Mediendesign zeigten unterdessen die beeindruckenden Ergebnisse ihrer Projektarbeiten.
Gebannt und
fasziniert lauschten die Teilnehmer den Experten der Gestaltung und Kommunikation über sieben Stunden und
vergaßen darüber beinahe, dass längst das "Get Together" im Foyer auf
sie wartete.
Dort gab es Zeit für Gespräche mit den Referenten des Forums: Unter anderem Juli Gudehus aus Berlin, Prof. Dr. Albrecht
Schmidt aus Sankt Augustin und Prof. Klaus Hesse aus Düsseldorf - und
natürlich mit den Studierenden und Dozenten des Studiengangs
Mediendesign.
Auffallende Kommunikationsgestaltung
Das
Motto "Ich sehe was, was Du nicht siehst" hatten die Studierenden des
Bachelor-Studiengangs Mediendesign bewusst unkonventionell zur Kampagne
umgesetzt: An alltäglichen Gegenständen wie Feuerlöscher, Spiegel oder
Treppe klebten scharfsinnige Sprüche.
So konnten die Gäste des
Forums Mediendesign beispielsweise an den Toilettentüren über einen
Aufkleber "Dahinter steckt immer ein kluger Kopf" - verweisend zum
FAZ-Claim - schmunzeln. An einer Kölschflasche stand "Rheinisches
Format", womit nicht nur die Kölner Bierkultur, sondern auch die
dortigen Medienformate gemeint waren. An Spiegeln prangte
"Spiegel-Leser wissen mehr" oder auch der Spruch "Es gibt immer wieder
was zu tun", was womöglich dazu anregte, die Frisur nachzubessern.
"Einfach super und erfrischend", fanden die Gäste.
Die Studenten hatten noch mehr auf Lager: Rund um die Domplatte
verteilten sie die Aufkleber und Poster der Veranstaltung. "Das schuf
Beachtung wie auch Gesprächsstoff und sorgte mitunter für so viel
Interesse, dass nicht alle Besucher einen Sitzplatz ergattern konnten",
berichtet Forum-Koordinator Prof. Martin Teschner mit sichtlicher
Zufriedenheit angesichts dieser Veranstaltung.
"Architekten der medialen Kommunikation"
Wie
RFH-Präsident Prof. Johannes Schinke zeigte sich auch
Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Ludwigs vom großen Interesse am
Forum Mediendesign überwältigt.
Er lobte das Engagement seiner Studierenden und dankte den Rednern, die
den Studenten viele neue inspirierende Impulse gaben. In einer Welt, in
der es mehr Computer als Menschen gebe, sei Orientierung sehr wichtig,
unterstrich Ludwigs: "Deshalb bilden wir unsere Mediendesigner
sozusagen zu 'Architekten der medialen Kommunikation' aus, die uns
allen helfen, stets wieder Neues zu entdecken und zu verstehen".