Kurt Weidemann bei der RFH-Ringvorlesung

17. Oktober 2007
Uli Mayer-Johanssen: Multisensorische Markenführung

Uli Mayer-Johanssen ist Vorstand und Chief Design Officer von MetaDesign, Berlin.


Am Beispiel des Sound Branding für Unternehmen von Weltrang führte Uli Mayer-Johanssen, Vorstand und Chief Design Officer von MetaDesign, Berlin, bei der Ringvorlesung des Studiengangs Mediendesign in die spannende Welt der multisensorischen Markenführung ein.


Wie klingt eine Marke? Wie steuere ich die Wahrnehmung von Markenbotschaften simultan für mehrere Sinne? Welche Wechselwirkungen entstehen dabei zwischen den sinnlichen Wahrnehmungen?

Uli Mayer-Johanssen gab bei der Ringvorlesung am 17. Oktober in der "Wolkenburg" interessante und strukturierte Antworten.

MetaDesign geht grundsätzlich und in genau geplanter Weise arbeitsteilig vor, wie sie am Beispiel ihres umfassenden, international ausgelegten Audio-"Branding" für die Lufthansa deutlich machte. Schritt für Schritt weihte sie die Anwesenden in den Designprozess ein.

Für jede Aufgabe im Designprozess werden bei MetaDesign eigene Fachleute eingesetzt, berichtete sie. Sogar ein Forschungsinstitut hat MetaDesign inzwischen angekoppelt, um in hohem Maße empirisch fundiert vorgehen zu können.

Uli Mayer-Johanssen hatte Anfang 1990 zusammen mit zwei Partnern in Berlin die inzwischen führende Corporate-Identity-Agentur MetaDesign gegründet. Nach ihrem Abschluss in Grafikdesign und Bühnenbild in Stuttgart absolvierte sie zusätzlich ein Diplom im Fachbereich Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste in Berlin. Zudem ist sie Dozentin an verschiedenen Hochschulen und referiert regelmäßig auf internationalen Kongressen für Fach- und Führungskräfte.

"Verabschieden Sie sich von der üblichen Vorgehensweise, das Problem gar nicht mehr groß untersuchen zu wollen und stattdessen gleich eine nett aussehende 'Lösung' zu entwerfen!" gab die erfahrene Designerin den Studierenden als eine ihrer ernsten Mahnungen mit auf den Weg. Klassische Werte wissenschaftlicher Vorgehensweise – wie Gründlichkeit, Methodik, Prozesstreue – haben bei ihrem anwendungsorientierten Vorgehen einen zentralen Platz.

In der anschließenden Diskussion mit dem Gast aus Berlin kamen noch eine Menge Fragen in den Blick, die Uli Mayer-Johanssen ausführlich beantwortete. Die Studierenden, Gäste, Dozenten und die beiden Studiengangsleiter zeigten sich nach diesem Abend einhellig "bereichert und zufrieden".


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